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GEMEINSAME PLATTFORM
(
>> en français )
In der «Interessengemeinschaft für zwei Fremdsprachen
an der Primarschule» (I2FP) haben sich
Persönlichkeiten aus Forschung und Praxis, Organisationen
und Verbände zusammengeschlossen mit dem Ziel, dem
schweizerischen Vorhaben, an der Primarschule zwei Fremdsprachen
anzubieten, zum Durchbruch zu verhelfen. Damit leisten sie einen
Beitrag zur gelebten Mehrsprachigkeit im Bildungsraum Schweiz.
In diesem Sinne unterstützen sie das Projekt, spätestens
in der dritten Klasse mit der ersten Fremdsprache und in der
fünften Klasse mit der zweiten Fremdsprache zu beginnen,
nachdem in der ersten und zweiten Klasse eine intensive Förderung
der Standardsprache Deutsch erfolgt ist (Modell «3/5»).
Dies ist im Interesse unserer Kinder.
Es besteht seit Jahren Gewissheit, dass frühes Lernen von
Sprachen den Kindern Vorteile bringt. Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis
und Resultate aus der Forschung in verschiedenen Gebieten (Spracherwerbsforschung,
Pädagogik, Entwicklungs- und Kognitionspsychologie, Neuropsychologie)
bestätigen, dass frühes Lernen von Sprachen für
die Kinder einfacher und erfolgreicher ist und dass damit auch
Grundlagen für das erfolgreiche Lernen weiterer Sprachen
im Erwachsenenalter gelegt werden können. Kinder sind in
der Lage, mehrere Sprachen parallel zu lernen, wenn geeignete
Lehr- und Lernformen angewendet werden.
Wie Kinder früh erfolgreich in Fremdsprachen unterrichtet
werden können, ist heute bekannt; die Lehrerinnen und Lehrer
werden entsprechend aus- und weitergebildet. Eine Überforderung
der Kinder durch das Unterrichten von zwei Fremdsprachen in
der Primarschule ist nicht zu erwarten. Dies beweisen schweizerische
und internatio-nale Erfahrungen an Schulen, welche schon seit
langem zwei Fremdsprachen in der Primarschule unterrichten.
Die Interessengemeinschaft setzt sich auch für gute Rahmenbedingungen
für Lehrerinnen und Lehrer ein, damit diese Fremdsprachen
optimal unterrichten können.
Das Modell «3/5» ist ein schweizerisches Konsensmodell.
Es wird von schweizerischen Bildungsfachleuten und den zuständigen
kantonalen Behörden (Bildungsdirektionen/ Erziehungsdirektionen)
unterstützt. Die Koordination des Unterrichtsbeginns von
Fremdsprachen in der Schweiz ist bildungs-, staatspolitisch
und für die Mobilität von grosser Bedeutung. Sie entspricht
auch den Entwicklungen in den europäischen Ländern
und ermöglicht der Schweiz in der Qualität des Sprachenunterrichts
international ihre Vorteile zu stärken.
Zürich, 7. Februar 2006
Weitere Informationen und Dokumente sind auf der
Website www.pvs.ch zu finden.
Kontaktpersonen:
Gianni Ghisla: gghisla@idea-ti.ch;
079 247 49 55
Paolo Barblan: info@forum-helveticum.ch;
062 888 01 25
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