Aktualisiert:
08 .08.2008

GEMEINSAME PLATTFORM                 ( >> en français )

In der «Interessengemeinschaft für zwei Fremdsprachen an der Primarschule» (I2FP) haben sich Persönlichkeiten aus Forschung und Praxis, Organisationen und Verbände zusammengeschlossen mit dem Ziel, dem schweizerischen Vorhaben, an der Primarschule zwei Fremdsprachen anzubieten, zum Durchbruch zu verhelfen. Damit leisten sie einen Beitrag zur gelebten Mehrsprachigkeit im Bildungsraum Schweiz. In diesem Sinne unterstützen sie das Projekt, spätestens in der dritten Klasse mit der ersten Fremdsprache und in der fünften Klasse mit der zweiten Fremdsprache zu beginnen, nachdem in der ersten und zweiten Klasse eine intensive Förderung der Standardsprache Deutsch erfolgt ist (Modell «3/5»). Dies ist im Interesse unserer Kinder.

Es besteht seit Jahren Gewissheit, dass frühes Lernen von Sprachen den Kindern Vorteile bringt. Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis und Resultate aus der Forschung in verschiedenen Gebieten (Spracherwerbsforschung, Pädagogik, Entwicklungs- und Kognitionspsychologie, Neuropsychologie) bestätigen, dass frühes Lernen von Sprachen für die Kinder einfacher und erfolgreicher ist und dass damit auch Grundlagen für das erfolgreiche Lernen weiterer Sprachen im Erwachsenenalter gelegt werden können. Kinder sind in der Lage, mehrere Sprachen parallel zu lernen, wenn geeignete Lehr- und Lernformen angewendet werden.

Wie Kinder früh erfolgreich in Fremdsprachen unterrichtet werden können, ist heute bekannt; die Lehrerinnen und Lehrer werden entsprechend aus- und weitergebildet. Eine Überforderung der Kinder durch das Unterrichten von zwei Fremdsprachen in der Primarschule ist nicht zu erwarten. Dies beweisen schweizerische und internatio-nale Erfahrungen an Schulen, welche schon seit langem zwei Fremdsprachen in der Primarschule unterrichten. Die Interessengemeinschaft setzt sich auch für gute Rahmenbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer ein, damit diese Fremdsprachen optimal unterrichten können.

Das Modell «3/5» ist ein schweizerisches Konsensmodell. Es wird von schweizerischen Bildungsfachleuten und den zuständigen kantonalen Behörden (Bildungsdirektionen/ Erziehungsdirektionen) unterstützt. Die Koordination des Unterrichtsbeginns von Fremdsprachen in der Schweiz ist bildungs-, staatspolitisch und für die Mobilität von grosser Bedeutung. Sie entspricht auch den Entwicklungen in den europäischen Ländern und ermöglicht der Schweiz in der Qualität des Sprachenunterrichts international ihre Vorteile zu stärken.

Zürich, 7. Februar 2006

Weitere Informationen und Dokumente sind auf der
Website www.pvs.ch zu finden.

Kontaktpersonen:
Gianni Ghisla: gghisla@idea-ti.ch; 079 247 49 55
Paolo Barblan: info@forum-helveticum.ch; 062 888 01 25